Mein Ausflug mit einer Portion Selbstironie

Seid gegrüßt ihr Lieben,

ich liege hier auf einer Liege mitten in der Notaufnahme, angestöpselt an viele Geräte. Mein Körper macht nicht mehr das, was er soll.
Als ich morgens aufgestanden bin, schwankte ich plötzlich stark nach rechts und musste aufpassen, nicht umzufallen. Mein Kopf war nüchtern, doch ich stolperte durch die Gegend, als wäre ich sturzbetrunken. Egal ob ich saß, stand oder lag, alles drehte sich und es zog mich in eine Richtung. Es fühlte sich auch anders an, wie normale Kreislaufprobleme, wo einem sonst einfach mal schwindelig ist.
Ich hatte die Kontrolle verloren, über mich und meinen Körper und tausende Gedanken schossen mir in diesem Moment durch den Kopf. Ich habe zwar regelmäßig Schulungen von 1.-Hilfe-Kursen besucht und bin auch so in der Anatomie ganz fit, doch diese Symptome waren mir völlig fremd. Ich dachte zwischendurch an Hörsturz, Herzinfarkt oder schlimmsten Fall ein Schlaganfall und bekam es dann mit der Angst zu tun. Angst, krank zu werden, meine geliebte Arbeit nicht mehr tun zu können. Die Angst, die Kontrolle über mich nicht wieder zurück zu bekommen.
Auch wenn ich zwischendurch die Information bekommen habe, dass ich in die Notaufnahme fahre und das alles gut wird, war mir dies in dem Moment irgendwie egal. Was, wenn ich mich irre und es doch etwas Ernstes ist?
Also liege ich hier und hoffe, in guten Händen zu sein. Bei Menschen, die mir helfen können und die möglichst schnell herausfinden, was nicht in Ordnung ist.
Obwohl ich sehr spirituell bin und gelernt habe mit solchen Informationen umzugehen, war meine Angst in diesem Moment einfach stärker.
Oder war es doch meine Vernunft, die stärker war? Die Vernunft in mir, die sagt ok. lass es uns einfach abchecken und dann weißt du, was mit dir los ist.
Spiritualität bedeutet für mich auch, dass jede Erfahrung oder Erlebnis im Leben einen Sinn hat. Egal, ob uns dabei etwas bewusst werden soll oder wir durch die Akzeptanz bzw. das in Frieden kommen mit einer Gegebenheit mental wachsen und stärker werden sollen. Zumindest haben wir immer die Chance dazu.
Da aber die Krankenschwester nun ziemlich hektisch um mich herum rannte, Blut abnahm, ein EKG machte und alle möglichen anderen Tests, wofür ich ihr sehr dankbar bin. Versuchte ich mir zu überlegen, wie ich mich ein wenig beruhigen könnte. Ok, dachte ich, was würdest du jetzt deinen Kunden empfehlen? Wie würdet du sie beruhigen?
Und dann musste ich plötzlich lachen, was die Schwester wohl etwas merkwürdig fand. Es kommt wahrscheinlich nicht so oft vor, dass Patienten in der Notaufnahme anfangen zu lachen.
Doch mir viel nichts ein, gar nichts, mein Kopf war leer und dieser Umstand, dass ich in dieser blöden Situation noch nicht einmal einen Rat für mich selber hatte, brachte mich zum Lachen. Ich fand das einfach irgendwie ironisch.

Auch wenn man sehr spirituell ist und viel Kontakt zu Engeln und der geistigen Welt hat, leben wir doch alle in der Dualität. Wir leben ein Leben, wie jeder Andere und oft auch mit sehr tiefgreifenden Erfahrungen. Das ist das Leben, egal wie sehr man mit dem Universum verbunden ist, das Leben macht einem manchmal einfach Angst.
Doch nun hatte ich mich durch das Lachen doch relativ schnell beruhigt. Und als ich dann wenig später auf meinem Zimmer mit der Infusion im Arm lag, konnte ich schon wieder Späße machen. Lachen ist also immer noch die beste Medizin und wenn man halt einfach mal über sich selber lacht.

Mittlerweile bin ich wieder zuhause und es ist alles wieder gut. Die Medikamente haben schnell angeschlagen und alle Tests waren in Ordnung.
Und was ist nun der Sinn für mich dahinter? Tja man könnte sagen, dass mich vielleicht etwas aus dem Gleichgewicht gebracht hat, oder dass eine Seite von mir sich vernachlässigt fühlt bzw. nicht gelebt wird. In jedem Falle war es ein wichtiges Signal von meinem Körper, dass ich ernst nehme.
Und wir bekommen ja so ein Signal meist so oft gezeigt, bis wir es wahrgenommen und verstanden haben oder sich das Thema dahinter gelöst hat.

Alles Liebe

Diana Mara

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